Barcamp Methode: Wie funktioniert’s?

Was erwartet mich auf einem Barcamp eigentlich? Vereinfacht könnte man sagen: Genau das, wofür ihr euch entscheidet. Das ist noch reichlich vage und deswegen haben wir den Ablauf für das Barcamp bei SYNCTANK hier für euch noch einmal kurz zusammengefasst:

1. Kurze Begrüßung und Einführung

Ihr kommt an, wir lernen uns kennen und wir stellen euch das Thema und den groben Zeitplan des Forums vor. Beim Abendessen könnt ihr erste Kontakte knüpfen und wir planen wir die Sessions.

2. Vorstellungsrunde und Sessionplanung

Hier sind keine langen Lebensläufe gefragt, sondern die wichtigsten Informationen auf den Punkt gebracht. Nach eurer Vorstellung habt ihr die Gelegenheit, einen Workshop, einen Vortrag, eine Diskussion oder ähnliches anzubieten. Deine Session bekommt einen Raum und eine Uhrzeit für Samstagnachmittag. Am Abend könnt ihr dann nochmal genauer nachfragen und euren individuellen Plan für Samstag machen.

3. Sessions: Workshops, Vorträge, Diskussionen

Die Sessions dauern 30 Minuten. Die Session startet mit einer kurzen Vorstellung von euch und eurem Thema und dann kann es losgehen. Jeder von euch kann sich einbringen, alle Beiträge, Kommentare oder Erfahrung en sind wichtig und sollten gehört werden. Versucht euch trotzdem relativ kurz zu fassen, damit sich möglichst viele an der Session beteiligen können.

4. Abschluss

In einem Barcamp wird nicht auf ein konkretes Ziel hingearbeitet, das am Ende vorgestellt werden muss. Wir würden uns freuen, wenn ihr euer Barcamp am Ende noch einmal kurz für euch zusammenfasst. Tafel, Tweet, kurzer Text – alles ist möglich und ihr gebt so den anderen die Möglichkeit zu erfahren, was in eurer Session passiert ist.

5. Regeln

Es gibt kein festgeschriebenes Programm, keine große Planung oder  Vorschriften. Barcamps sind offen und unkompliziert. Dennoch gibt es einige Regeln, die sich etabliert haben und an denen wir uns orientieren wollen. Die Rules of Barcamp nehmen wir aber auch nicht zu ernst. Wichtig ist uns, dass ein lebendiger Austausch entsteht.

Regel 1: Du redest über das Barcamp
Wir reden über das Barcamp um die Themen die uns wichtig sind zu erarbeiten. Jede*r von euch ist eingeladen über das Barcamp zu bloggen, zu tweeten oder andere Plattformen zu nutzen, um das Synctank Barcamp zu dokumentieren und in die Welt zu tragen.

Regel 2: Wenn du präsentieren möchtest, musst du das Thema und deinen Namen auf dem Sessionboard notieren 
Zu Beginn des Barcamps wird ein öffentliches Sessionboard, z. B. ein Whiteboard, aufgestellt. Auf diesem Sessionboard kann jede*r ein eigenes Thema anschreiben. Jede*r sieht so direkt, für welche Themen Speaker vorhanden sind und welche Sessions er besuchen möchte.

Regel 3: Vorstellung mit nur drei Wörtern
Offiziell eröffnet wird jedes BarCamp durch die Vorstellungsrunde. Um den
Zeitaufwand im Zaum zu halten, soll sich jede*r Teilnehmer*in mit nur drei Worten beschreiben. So erfahren alle Teilnehmer*innen etwas voneinander und die Wahrscheinlichkeit für die aktive Teilnahme nimmt spürbar zu.

Regel 4: Vorträge dauern so lange wie es sein muss oder die Folgesession beginnt 
Jede*r der eine Session leitet bestimmt selbst, wie er diese gestaltet und zeitlich ausschmückt. Die einzige Grenze stellt der Beginn der Folgesession dar. Ihr seid Experten und Organisatoren.

Regel 5: Mitmachen & Kurzfassen
Jede*r trägt zum Erfolg des Camps bei. Bringt euch ein und seid mittendrin, nicht nur dabei! Wir wollen keine Zuschauer, nur Teilnehmende. Zurücklehnen und Zuhören gibt es nicht, es geht um Diskussion und Austausch. Fasst euch trotzdem kurz, damit alle sich in die Session einbringen können.

Regel 6: Flexibilität
Wer während einer Session feststellt, dass diese nicht das Thema bereithält,  was einen interessiert, kann man den Raum jederzeit verlassen. Vielleicht trefft ihr ja im Synctank-Cafe jemanden, mit dem ihr euch austauschen könnt. Zum nächsten Sessionbeginn sucht ihr euch dann einfach wieder ein neues Thema.

Regel 7: Alle sind gleich
Wichtig für das Barcamp ist, dass alle Teilnehmer gleich behandelt werden. Es gibt keine Hierarchie, keine Bevorzugung. Ob Studierende, Berufsanfänger*innen oder Kulturmanager*innen mit langjähriger Erfahrung. Jeder hat die Chance, auf Augenhöhe über seine Meinung zu einem Thema zu sprechen und sich mit euch auszutauschen.